Welches „Unkraut“ ist wohl das am meis­ten unter­schätz­te, das in unse­rer Umge­bung an jeder Ecke wächst und trotz­dem verdammt gut schmeckt ?

Die Brenn­nes­sel!

Wie fast über­all in der Stadt gibt es auch in unse­rem Garten die Brenn­nes­sel zu sehen. Ja, sie brennt uns manch­mal, aber sie ist auch sehr gesund und schmack­haft!

Daher gibt es heute von uns ein schnel­les Pesto-Rezept aus dem lecke­ren Wild­ge­mü­se.

Ihr braucht für 2 Perso­nen:

Etwa 30 g Brenn­nes­sel­blät­ter und Brenn­nes­sel­sa­men

Brennnesselblätter

100 g Sonnen­blu­men­ker­ne

Sonnenblumenkerne

100 ml Oliven­öl

Olivenöl

Saft von 1 Zitro­ne

1 Knob­lauch­ze­he

Knoblauch

1 Tl Salz und 1 Prise Pfef­fer

Salz und Pfeffer

Zube­rei­tung:

  1. Die Brenn­nes­sel­blät­ter und ‑samen waschen und mit einem Küchen­tuch trocken tupfen.
  2. Knob­lauch schä­len und grob hacken.
  3. Zitro­ne auspres­sen.
  4. Alle Zuta­ten in einem Mixer bis zur gewünsch­ten Konsis­tenz mixen.
  5. Das ferti­ge Pesto ist in einem steri­li­sier­ten Glas dann etwa 3 Tage im Kühl­schrank halt­bar.
Brennnesselpesto

Wich­ti­ge Tipps zum Sammeln der Brenn­nes­sel:

  • Wer Angst hat, sich zu bren­nen, kann Hand­schu­he tragen.
  • Gepflückt werden die Trieb­spit­zen der Brenn­nes­sel, also die oberen 4 bis 6 Blät­ter der Pflan­ze und die Samen.
  • Sammelt nur das, was ihr wirk­lich braucht und was gesund aussieht.
  • Wer keinen Garten hat, kann sich auch mal in den Parks, an Wald­rän­dern, am Donau­ufer oder an Wegen umse­hen. Hier ist es wegen der Hunde und ihrem Geschäft wich­tig, auf Abstand zu den Wegen zu achten. Allge­mein gilt: 1 Meter Abstand zu Fuß- und Radwe­gen und 20 Meter zu Stra­ßen und Bahn­däm­men. An stark befah­re­nen Stra­ßen sammelt man am besten gar nicht.
  • Sammelt nur Pflan­zen, die ihr ganz sicher als Brenn­nes­sel erkennt!
  • In Natur­schutz­ge­bie­ten darf nicht gesam­melt werden!

Übri­gens: Nicht nur für uns ist die Brenn­nes­sel schmack­haft, auch viele Schmet­ter­lings­rau­pen genie­ßen das frische Grün. Es gibt sogar eini­ge Falter, deren Raupen sich nur von Brenn­nes­seln ernäh­ren, die soge­nann­ten Nessel­fal­ter. Dazu zählen zum Beispiel der Klei­ne Fuchs und das Tagpfau­en­au­ge. Viel­leicht seht ihr diese Schmet­ter­lin­ge und ihre Raupen beim Sammeln?